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Purinto

Dienstleistungen

Fünf Leistungen, die aufeinander aufbauen.

Sie können jede einzeln beauftragen. Zusammen ergeben sie den Weg von der ersten Idee zum Bauteil, das sich in Serie fertigen lässt.

01 — Konstruktion

Konstruktionsbegleitung

Die meisten teuren Überraschungen im Spritzguss entstehen nicht im Werkzeug, sondern im CAD-Modell. Wir prüfen Ihre Konstruktion, bevor sie in die Fertigung geht.

Was wir machen

Wir gehen Ihr Bauteil systematisch auf Fertigbarkeit durch: Wandstärkenverteilung und Materialanhäufungen, Entformungsschrägen und Entformungsrichtung, Rippengeometrie und deren Anbindung, zu erwartende Bindenähte und Einfallstellen, Anschnittlage, Toleranzketten über die gesamte Baugruppe sowie die Wahl der Fügetechnik. Das Ergebnis ist keine Liste von Bedenken, sondern ein überarbeitungsfähiger Konstruktionsvorschlag.

Wann es sinnvoll ist

Am wirksamsten, bevor Sie ein Werkzeug beauftragen — idealerweise schon in der Konzeptphase, solange Änderungen nichts kosten. Ebenso sinnvoll bei einem bestehenden Bauteil, das Probleme macht: Verzug, Einfallstellen, Maßabweichungen oder Ausschuss in der Montage.

Was Sie bekommen

  • Kommentiertes CAD-Review als PDF mit priorisierten Befunden
  • Konkrete Änderungsvorschläge mit Begründung, nicht nur Hinweise
  • Empfehlung zu Entformungsrichtung, Trennebene und Anschnittlage
  • Toleranzkonzept über die Baugruppe
  • Auf Wunsch das überarbeitete 3D-Modell
Typische Dauer
3–10 Arbeitstage
Wir brauchen von Ihnen
STEP-Datei, Einsatzfall, Stückzahl
Ergebnis
CAD-Review als PDF
Sinnvoll ab
Konzeptphase
02 — Werkstoff

Materialauswahl und -beratung

Ein Werkstoff, der auf dem Datenblatt passt, kann im Bauteil trotzdem versagen. Wir wählen ihn entlang Ihres tatsächlichen Anforderungsprofils aus.

Was wir machen

Wir nehmen die Anforderungen auf — mechanische Last, Dauergebrauchstemperatur, Medienkontakt, UV- und Witterungsbelastung, Brandverhalten, erforderliche Zulassungen und Kostenrahmen — und leiten daraus Werkstoffkandidaten ab. Datenblattwerte bewerten wir im Kontext: Kurzzeitkennwerte aus dem Zugversuch sagen wenig über das Kriechverhalten unter Dauerlast. Zusätzlich benennen wir Ersatzwerkstoffe für den Fall, dass ein Typ nicht lieferbar ist.

Wann es sinnvoll ist

Bei neuen Bauteilen vor der Konstruktion, weil der Werkstoff die Geometrie mitbestimmt — Wandstärke, Radien und Entformungsschrägen hängen davon ab. Bei bestehenden Bauteilen dann, wenn Kosten, Lieferfähigkeit, Regulatorik oder Nachhaltigkeitsziele einen Wechsel erfordern.

Was Sie bekommen

  • Dokumentiertes Anforderungsprofil als gemeinsame Grundlage
  • Zwei bis vier begründete Werkstoffkandidaten mit Datenblättern
  • Bewertung nach Funktion, Verarbeitbarkeit, Kosten und Verfügbarkeit
  • Prüfung von Rezyklaten und Biopolymeren, wo die Anforderungen es zulassen
  • Auf Wunsch Prüfkörper oder Musterteile im Kandidatenwerkstoff
Typische Dauer
5–10 Arbeitstage
Wir brauchen von Ihnen
Einsatzfall, Lastfall, Umgebung
Ergebnis
Werkstoffempfehlung mit Begründung
Zulassungen
Nach Bedarf berücksichtigt
03 — Optimierung

Bauteiloptimierung

Ein Bauteil kann funktionieren und trotzdem zu teuer, zu schwer oder zu aufwendig zu fertigen sein.

Was wir machen

Wir arbeiten an Rippengeometrie und Wandstärken, ersetzen Materialanhäufungen durch Aussparungen bei gleicher Steifigkeit, verbessern die Entformbarkeit, um Schieber im Werkzeug zu vermeiden, und integrieren Funktionen, um Teile und Montageschritte einzusparen. Jede Änderung wird gegen die ursprüngliche Anforderung geprüft — Optimierung darf keine Funktion kosten.

Wann es sinnvoll ist

Wenn Stückkosten, Gewicht, Zykluszeit oder Ausschussquote nicht stimmen. Oder wenn ein Prototyp zwar funktioniert, in dieser Form aber nicht wirtschaftlich zu fertigen ist — ein häufiger Fall bei Bauteilen, die für den 3D-Druck entworfen wurden und nun in den Spritzguss sollen.

Was Sie bekommen

  • Analyse der Kostentreiber am konkreten Bauteil
  • Optimierungsvorschläge mit erwarteter Wirkung
  • Überarbeitetes 3D-Modell
  • Gedruckte Muster zur Absicherung der Änderungen
  • Bewertung der Auswirkung auf die späteren Werkzeugkosten
Typische Dauer
1–3 Wochen
Wir brauchen von Ihnen
Aktuelles Modell, Kostenstruktur
Ergebnis
Überarbeitetes Modell und Bericht
Übliche Hebel
Material, Zykluszeit, Montage
04 — Prototypen

Prototypen im 3D-Druck: FDM und SLA

Zwei Verfahren, zwei Stärken. Wir wählen nach Bauteil und Einsatzzweck — nicht danach, welche Maschine gerade frei ist.

FDM — Schmelzschichtung

Stark bei belastbaren Funktionsteilen, großen Geometrien, Vorrichtungen und allem, was mechanisch etwas aushalten muss. Verarbeitet werden Serienthermoplaste von PLA und PETG über ABS und ASA bis PA und PC, auch faserverstärkt. Die Schichtstruktur bleibt sichtbar und die Festigkeit ist richtungsabhängig — beides berücksichtigen wir bereits bei der Ausrichtung des Bauteils im Bauraum.

SLA — Stereolithografie

Stark bei feinen Details, glatten Oberflächen, engen Toleranzen und Sichtteilen. SLA ist zugleich die Grundlage unserer Formeinsätze für das Bridge Tooling. Nach dem Druck folgen Reinigung und UV-Nachhärtung; die endgültigen mechanischen Eigenschaften stellen sich erst danach ein.

Was Sie bekommen

  • Verfahrensempfehlung je Bauteil statt pauschaler Festlegung
  • Konstruktionshinweise für das gewählte Verfahren
  • Teile innerhalb von 1–3 Arbeitstagen ab Freigabe
  • Nachbearbeitung: Supportentfernung, UV-Nachhärtung, Schleifen und Glätten, Lackieren, eingepresste Gewindeeinsätze
  • Auf Wunsch Maßprotokoll der kritischen Maße
Verfahren
FDM und SLA
Stückzahl
1–100 Stück
Erste Teile
1–3 Arbeitstage
Datenformat
STEP bevorzugt, STL möglich
05 — Kleinserie

Bridge Tooling und Kleinserien

Die Brücke zwischen gedrucktem Prototyp und Serienwerkzeug — mit Teilen aus dem echten Serienwerkstoff.

Was wir machen

Statt ein Stahlwerkzeug zu fräsen, drucken wir den Formeinsatz im SLA-Verfahren aus einem temperaturbeständigen Harz und setzen ihn in ein Normalien-Werkzeug ein. Damit spritzen wir Ihr Bauteil im späteren Serienwerkstoff. Sie erhalten Teile mit Spritzguss-Gefüge, -Oberfläche und -Schwindung — keine Annäherung aus einem Druckverfahren.

Zur Standzeit, offen gesagt

Die Standzeit eines gedruckten Formeinsatzes ist begrenzt. Sie hängt vom verarbeiteten Werkstoff, der Massetemperatur, der Bauteilgeometrie und den Entformungsschrägen ab. Wir legen den Einsatz entsprechend aus und sagen Ihnen vor Auftragsbeginn, welche Losgröße realistisch ist und ab wann ein zweiter Einsatz nötig wird. Das ist günstiger als jede Überraschung mitten in der Serie.

Wann es sinnvoll ist

Bei Vorserien, Markttests, Nullserien und Zulassungsmustern. Immer dann, wenn Sie Teile im Serienwerkstoff brauchen, das Design aber noch nicht endgültig eingefroren ist.

Was Sie bekommen

  • Auslegung und Fertigung des SLA-Formeinsatzes
  • Spritzguss im späteren Serienwerkstoff
  • Realistische Angabe zur erreichbaren Losgröße vorab
  • Bemusterung und Maßprotokoll
  • Einen Konstruktionsstand, der direkt in ein Serienwerkzeug übernommen werden kann
Losgröße
100–1.000 Stück
Erste Teile
2–3 Wochen
Werkzeug
SLA-gedruckter Formeinsatz
Werkstoff
Serienthermoplast
Und danach?

Ab etwa 1.000 Stück wird ein Stahlwerkzeug wirtschaftlich. Diesen Schritt gehen wir mit: Wir übergeben den abgesicherten Konstruktionsstand und vermitteln an Spritzgießer in der Region, mit denen wir zusammenarbeiten — Formeinsätze aus Stahl lassen sich darüber ebenfalls realisieren. Die Serienfertigung selbst ist nicht unser Schwerpunkt. Wir sagen das lieber vorher, als Sie später weiterzureichen.

Noch unklar, was Sie brauchen?

Beschreiben Sie uns den Einsatzfall und die gewünschte Stückzahl. Wir sagen Ihnen, welche dieser Leistungen tatsächlich weiterhilft — und welche Sie sich sparen können.